TTC Grün-Weiß Kirn
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Bruder des Vorjahressiegers schafft es als Hobbyspieler bis ins Halbfinale

Bericht von Gerd Adolphi, Öffentlicher Anzeiger (Bad Kreuznach) vom 30.12.2016

Kurz vor Mitternacht standen die Sieger fest. Carlo Knauf von der TSG Kaiserslautern gewann beim 7. Tischtennis-Vorgabeturnier des TTC Grün-Weiß Kirn die Einzel-Konkurrenz. Im Doppel standen drei Spieler von der Nahe im Finale. Uwe Barth vom ausrichtenden Verein setzte sich an der Seite von Michael Kresimon (VfL Traben-Trarbach) gegen Marcel Stein und Manfred Häring von der TTSG Oberreidenbach/Sien durch.

 

Knauf war zum ersten Mal in Kirn am Start. Freunde von den TTF Konz hatten den Pfalzliga-Spieler aus Kaiserslautern zum Mitmachen überredet. Knauf wies zwar den höchsten Tischtennis-Ranglistenwert aller Teilnehmer auf, war deswegen aber noch lange nicht der Favorit. Denn wegen seiner hohen Einstufung musste der Kaiserslauterer seinen Gegnern bis zu sieben Punkten Vorsprung pro Satz einräumen. Insgesamt fünfmal ging Knauf mit der maximalen Hypothek in die Partien, viermal musste er über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. So wurde sein Weg ins Endspiel zu einem mühsamen Hürdenlauf.

In der Vorrunde verlor der Kaiserslauterer gegen Alexej Forot (TTF Konz) sogar eine Partie, zog aber dennoch als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein. Dort stand Knauf gleich zweimal kurz vor dem Aus. Sowohl gegen Oliver Rothgerber (TV Ober-Olm) unter den besten 32 als auch gegen Holger Gundlach im Achtelfinale setzte sich der Pfalzliga-Spieler nur knapp mit 13:11 im fünften Satz durch. Gundlach hatte im übrigen die weiteste Anreise aller Starter. Der 72-Jährige spielt für den Hamburger Verein Rahlstedter TTC.

Mit dem Erreichen des Viertelfinals war für Knauf das Schwierigste überstanden. Zwar musste er auch gegen Patrick Kunz (SG Tiefenstein/Hernborn), Marco Laux (TV Zell) und seinen Finalgegner David Memaj (TTF Konz) in manchen Sätzen in die Verlängerung, doch er gewann die drei abschließenden Partien jeweils mit 3:0. "Knauf hat ein sehr gutes Abwehrspiel", erläuterte Turnierorganisator Frank Mittnacht. "Aus der Defensive heraus hat er aber auch starke Topspinschläge gesetzt." Dieses dosierte Risiko zahlte sich gerade gegen Gegner, denen der spätere Sieger hohe Vorgaben einräumen musste, aus.

Die beiden Vorjahresfinalisten Holger Werle vom TTC Kirn und Thomas Fränznick (FC Lohrbach) erreichten zwar erneut die Hauptrunde, schieden dort aber früh aus. Von den einheimischen Spielern hielt sich Stefan Werle am längsten im Wettbewerb. Der Bruder des Titelverteidigers scheiterte erst in der Vorschlussrunde mit 9:11 im fünften Satz an Memaj. "Da hat nicht viel gefehlt", sagte Mittnacht. "Stefan hat im Halbfinale ein sehr beherztes Spiel mit hoher Risikobereitschaft gezeigt." Dabei war der jüngere der Werle-Brüder als Hobbyspieler eingestuft worden, weil er seit Jahren nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt.

Bei der Jugend setzte sich in beiden Wettbewerben Martin Memmesheimer (TG Nieder-Ingelheim) durch, dessen Vater Holger früher für die Kirner gespielt hatte. Im Einzel bezwang Martin Memmesheimer im Endspiel Lucas Grafe (TuS Rheinböllen) knapp mit 3:2. Gemeinsam mit seinem Finalgegner gewann er auch das Doppel.

Trotz der Konkurrenz aus Mülheim und Grenzau, wo ebenfalls Turniere stattfanden, hatte der TTC Kirn keine Probleme, das auf 96 Spieler begrenzte Feld zu füllen. Der Veranstalter konnte noch einige Kurzentschlossene aufnehmen, die die Lücken füllten, die sich durch kurzfristige Absagen aufgetan hatten. Die Akteure kamen aus 39 Vereinen, die neun verschiedenen Landesverbänden angehören. In elf Stunden absolvierten die Teilnehmer insgesamt 352 Partien. Viele enge Fünf-Satz-Duelle sorgten für Spannung. Spektakuläre Aufholjagden wechselten sich mit Favoritenstürzen ab. Großen Anklang fanden auch die Turnier-T-Shirts, die erstmals an alle Teilnehmer verteilt wurden.

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